Linus Reichlin

Geboren 1957 in Aarau. Er arbeitete als Journalist. Als Autor verfasst er Kolumnen, Essays, Krimis und Romane. Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin und Zürich. (2021)
Werke (Auswahl)
Señor Herreras blühende Intuition.
Verlag Galiani Berlin, 2021
Das Leuchten in der Ferne.
Verlag Galiani Berlin, 2013
Der Assistent der Sterne.
Verlag Galiani Berlin, 2009
Wie man endliche glücklich wird.
Bastei Lübbe GmbH & Co. KG, 2001
Wir Farbenblinden.
1988
Señor Herreras blühende Intuition
Verlag Galiani Berlin, 2021
Der Schriftsteller Renz flieht der Kompliziertheit des modernen Alltags – nur um hinter spanischen Klostermauern in grösseren
Turbulenzen zu landen. Dort trifft er auf den Klosterkoch, einen Ex-Matador, der sich dem Romancier als ungewöhnlicher Mit
streiter anbietet. Und plötzlich scheinen sich Fiktion und Wirklichkeit sonderbar zu vermischen… Reichlin verführt die Leserin, den Leser mit einem lustvollen Pingpong-Spiel zwischen Wahrheit und Fantasie, dass es ein echtes Vergnügen ist.
Die Veranstaltungen der 43. Solothurner Literaturtage fanden aufgrund der Corona-Pandemie hauptsächlich als Video- und Audio-Livestreams sowie Zoom-Veranstaltungen statt.
Aus: Linus Reichlin. Señor Herreras blühende Intuition. Verlag Galiani Berlin, 2021
Wenn ich ihn mir genauer ansah, musste ich zugeben, dass ich ihn vielleicht bisher optisch unterschätzt hatte. Er war durchaus auf eine Weise attraktiv, in die Jahre gekommen, aber er hatte lebendige, dunkle Augen, ein etwas pferdiges, aber markantes Gesicht, eine kräftige, männliche Statur, und trotz seines bösen Beins bewegte er sich, als habe er versteckte Kraftreserven, wie ein Braunbär, der, wenn er richtig wütend ist, seine Tappsigkeit ablegt und einem aus hundert Metern Entfernung an den Hals springt.
So, 16.05.21, 15:00
Das Leuchten in der Ferne
Verlag Galiani Berlin, 2013
Kriegsreporter Moritz Martens lässt sich von einer Frau zu einer Reise nach Afghanistan überreden: ihr Bruder war von den Taliban entführt worden. Erst vor Ort realisiert er, in welche Falle er geraten ist. Spannend und atmosphärisch dicht geschrieben.
Aus: Linus Reichlin. Das Leuchten in der Ferne. Verlag Galiani Berlin, 2013
Im Oktober, mit dem ersten Schnee, kam Miriam zurück.
Fr, 10.05.13, 14:00
Der Assistent der Sterne
Verlag Galiani Berlin, 2009
Er glaubt nicht ans Schicksal, der ehemalige Inspecteur der Polizei von Brügge und leidenschaftlicher Hobby-Physiker Hannes Jensen. Für ihn ist das Leben eine Abfolge von Zufällen, von Vorbestimmung keine Spur. Als jedoch ein afrikanischer Wahrsager mit seiner Prophezeiung recht zu bekommen scheint, kommen Jensen erste Zweifel. Ein Krimi mit Tiefgang.
Mit seinem ersten Jensen-Roman «Die Sehnsucht der Atome» gewann Linus Reichlin 2009 den Deutschen Krimi Preis und war für den Friedrich Glauser Preis nominiert.
1988 stellte Linus Reichlin in Solothurn seine Erstlingserzählung «Wir Farbenblinden» vor. Seither schrieb er Reportagen, Essays und Kolumnen.
Aus: Linus Reichlin. Der Assistent der Sterne. Verlag Galiani Berlin, 2009
Er dachte an den Nebeltrinker, einen Käfer, der in der Wüste Namib lebte. Wenn morgens die Nebel vom Meer her über die Sanddünen zogen, streckte der Nebeltrinker seine Hinterbeine in die Höhe. Der Nebel strich über die Hinterbeine, mit der Zeit kondensierten daran zwei Tröpfchen. Davon lebte der Nebeltrinker, von zwei winzigen Tröpfchen Wasser. Mehr verlangte der Käfer gar nicht.
Fr, 14.05.10, 12:00
Wie man endliche glücklich wird
Bastei Lübbe GmbH & Co. KG, 2001
Sa, 11.05.02, 09:00
Fr, 10.05.91, 20:30
Fr, 25.05. – So, 27.05.90, 10:00
Sa, 26.05.90, 14:00
Sa, 26.05.90, 15:00
Wir Farbenblinden
1988
Aus: Linus Reichlin. Wir Farbenblinden. 1988
Manchmal fragen wir uns schon, ob diese FARBEN, die die ANDEREN angeblich in so grosser Zahl, so schillernd, so betörend sehen, ob diese FARBEN nicht ein-fach eine Erfindung sind, eine Ausrede, weil sie Schwarz nur als Schwarz, Weiss als Weiss und Grau nur als Grau sehen während wir doch kaum mit Schauen und Benennen nachkommen und wissen, dass es ein Altschwarz, ein Findschwarz ein NUCHSCHWARZ gibt...